Antrag auf Waldkonferenz fand keine Mehrheit / Wald und Holz NRW soll Lage prüfen und berichten
Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreis Unna hat im Kreistag am 13. Oktober einen Antrag auf eine Waldkonferenz eingebracht. Dafür fand sich keine Mehrheit. Stattdessen gibt es eine Verhandlungslösung: Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW soll die Waldbestände im Kreis prüfen und im Fachausschuss über den Zustand der Wälder berichten.
Der Kreis Unna kommt auf einen Waldanteil von 15,7 Prozent und zählt damit zu den waldarmen Regionen des Landes. Die Waldstrategie des Landes, die im Frühjahr verabschiedet wurde, nennt unsere Region ausdrücklich. Sie empfiehlt, zusätzliche Flächen aufzuforsten.
Wälder binden CO₂, kühlen ihre Umgebung und halten Niederschlag zurück, doch der Klimawandel setzt ihnen zunehmend zu. Beispielsweise leidet der Cappenberger Wald bereits heute unter Hitzestress und verliert an Vitalität. Ein klimaangepasster Waldumbau ist deshalb notwendig, damit die Wälder diese Leistungen langfristig erhalten.
„Wer den Wald im Kreis Unna erhalten will, muss den Waldumbau jetzt gemeinsam angehen. Der Kreis trägt als Untere Landschaftsbehörde Verantwortung dafür. Klimaschutz ist keine Leistung, die man sich nur in guten Zeiten leistet“, sagt Eckhard Kneisel, Vorsitzender des Ausschusses für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz.