Grüne fordern Hitzeaktionsplan für den Kreis Unna

Fraktion beantragt verbindliche Warnwege und Zuständigkeiten / Kreistag entscheidet am 13. Oktober

 

Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreis Unna beantragt einen Hitzeaktionsplan. Der Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz berät den Antrag am 23. September, der Kreistag entscheidet am 13. Oktober. Der Landrat soll bis Mitte 2027 einen Entwurf vorlegen. Darin steht, wer Warnungen des Deutschen Wetterdienstes entgegennimmt und welche Maßnahmen dann greifen.

 

Grundlage sind die Handlungsempfehlungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur gesundheitlichen Klimaanpassung. Der Plan soll bündeln, was der Kreis anbietet, darunter das Projekt „Gemeinsam gegen Hitze“ und die Karte „Kühle Orte“ des Geoservice. Beteiligen sollen sich die Gesundheitskonferenz, die Städte und Gemeinden sowie Einrichtungen der Pflege und der medizinischen Versorgung.

 

„Ob man bei großer Hitze geschützt ist, darf nicht davon abhängen, in welcher Stadt im Kreis man wohnt. Wir haben gute einzelne Angebote, aber bisher bindet sie niemand verbindlich zusammen. Das wollen wir vor dem nächsten Sommer ändern“, sagt Michael Rotthowe, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag.

 

Das Robert Koch-Institut schätzt vorläufig für den Sommer 2026 zwischen 14.800 und 17.700 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland.