GRÜNE fordern: Wahlkreise im Kreis Unna sollen unverändert bleiben

Der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Unna spricht sich entschieden gegen die geplante Neugliederung der Bundestagswahlkreise im Kreis Unna aus.
Die geplanten Änderungen würden den Kreis künftig auf drei Wahlkreise verteilen, die jeweils über die Kreisgrenzen hinausreichen und so die politische Identität sowie die organisatorische Handlungsfähigkeit der lokalen Parteistrukturen gefährden.

Die aktuelle Einteilung umfasst den nördlichen Wahlkreis 144 (Stadt Hamm sowie Lünen / Selm / Werne aus dem Kreis Unna) und den südlichen Wahlkreis 143 (sieben Städte des Kreises Unna). Beide Teilbereiche besitzen vergleichbare Einwohnerzahlen und teilen eine ausgeprägte Ruhrgebietsidentität.

Durch die Neuaufteilung würde die Stadt Schwerte in den Wahlkreis 137 eingegliedert zusammen mit Kommunen aus dem Ennepe‑Ruhr‑Kreis und der Stadt Hagen, während die Städte Werl und Wickede aus dem Kreis Soest in den Wahlkreis 143 aufgenommen würden. Diese Zusammenstellungen entsprechen weder historischen Bindungen noch den täglichen Pendlerströmen der Betroffenen.

„Die vorgeschlagene Aufteilung ignoriert die bestehenden regionalen Zugehörigkeiten und schafft künstliche Wahlkreiskonstrukte, die das Risiko politischer Entfremdung erhöhen“, erklärt Katharina Hülsmann, Sprecherin des Kreisverbands Unna.

Michael Sacher, Sprecher des Kreisverbandes, ergänzt: „Eine solche Neugliederung würde zudem die organisatorischen Anforderungen für die Parteien unverhältnismäßig erhöhen und die lokale politische Teilhabe schwächen. Eine demokratische Vertretung der Gemeinden im Kreis Unna kann bei einer völligen Zerstückelung, die ausschließlich wahltechnische, numerische Kriterien berücksichtigt, nicht gewährleistet werden. Dies verhindert letztendlich eine lebendige Teilhabe.“

Der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Unna fordert daher, die geplante Änderung zu unterlassen und stattdessen eine Lösung zu finden, die sich an den Grenzen des Kreises Unna und des Ruhrgebietes orientiert.